Monatsarchiv: Dezember 2010

Die Blume

Ich erhebe mich wieder, schaue einmal um mich herum. Ich staune dass ich noch am leben bin.
Ich muss weiter.

Diese Einöde.. Dieses nichts und auch alles. Wer kann hier schon lange überleben in diesem Wahnsinn? Es ist einfach bedrückend hier zu sein, hier lernt man sich selbst zu hassen weil man zuviel von sich bekommt. Ich glaube darum lieben wir, damit wir uns nicht selbst hassen müssen.
Alleine diese Einöde erfährt dies. Wird bestaunt wegen ihrer Größe, dieser unglaublichen Leere, dem Leben was sie nicht bietet, aber ebenso abgelehnt wegen diesen Gründen. Das macht Angst.

Ich weiß nicht ob das der Grund ist warum ich hier bin. Aus dem Grund mich dieser Angst zu stellen. Und ob ich darin versagt habe?
Hier steht eine Blume, genau vor mir. Ein kleines Etwas in einer riesigen Welt, was einem vom Leben nicht weit entfernt hält. Sie wächst sehr selbstsicher hier.
Daneben eine Wasserpfütze, von der Gewalt der Dunst verschont.

Ich trinke nun etwas aus dieser Pfütze, ein kleiner Kraftschub für das Ende dieser Einöde.
Wohin es auch gehen mag, ich bin raus hier!

Ich danke dieser Blume, dass sie mir den Weg gezeigt hat.
Ich weiß, ich habe nicht versagt. Es geht immer noch weiter.

Wohin auch immer.

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Am Rande der Einöde

Ich befinde mich immer noch an diesem Ort. Immer noch keine Sicht auf Hoffnung, Glück oder irgendwas.

Ich hungere. Langsam entlassen mich meine Kräfte. Der Hunger kann schlagartig kommen, wenn man tagelang nichts davon merkt, aber einem plötzlich bewusst wird wie wenig man zu sich genommen hat.

Ich lege mich etwas auf den Boden und ruhe mich aus, es bleibt mir wohl keine Wahl. Ich würde mich nur selbst in den Tod schicken.
Ich öffne kurz meine Augen, schaue in die Ferne und es sieht so aus als würde sich die Strecke immer länger ziehen.
Ich habe keine Ahnung wo ich bin. Ich weiß nur dass es hier nicht weiter geht.
Ich mache die Augen wieder zu. Ruh dich jetzt aus, Karn, drehe nicht durch hier.

Es ist nicht viel zwischen meiner Geduld und dem Wahnsinn. Ich weiß nicht wie lange ich das noch aushalte, ich weiß nur dass wenn ich zulange warte, ich die Lage nur verschlechtern würde. Aber es kann nicht mehr weit sein..

Diese Einöde der freien Gedanken ist still.. diese Stille bohrt sich in den Kopf hinein. Diese Stille frisst einen auf. Diese Stille..-

Nein, jetzt ist gut. Schlaf.
Ich träume von einer Welt wie dieser. Wie es in der Einöde Leben geben könnte. Wie die Natur mit der Natur selbst harmonisieren könnte. Wie es gut sein könnte, wo es schlecht ist.
Das ist ein schöner Traum.. Solche habe ich nicht oft.

Einöde

einöde (1)

Die Einöde, ein großes weites Land. Viel Sicht in die Ferne, aber ebensowenig zu sehen.
Groß und einsam. Einige tote Bäume und Tiere. Dieses leere graue, überall.
Die Einöde ist riesig. Egal wohin ich schaue, es sieht hier überall gleich aus. Und egal wohin ich gehen würde, es sieht so aus als würde ich überall am selben Punkt ankommen. Ich kann nur raten wo mich das Glück erwartet.

Ich habe bereits vergessen wie lange ich schon hier bin. Ob nur ein paar Tage oder schon ganze Wochen..
Hier ist niemand und ich weiß nicht mal selbst wieso ich hier bin.
In diesem Ort sind viele Erinnerungen verschollen, einige sind hier verendet. Diese Knochen erzählen Geschichten von Glück und Trauer, Erfolg und Niederlage. Wer weiß schon was dieses arme Wesen hierhin getrieben hat? Auf das es verstehen werde.. Ich ziehe weiter.

Man fühlt sich verfolgt von einer Verantwortung der man vielleicht aus dem Weg gegangen ist. Einem Versprechen dass man nicht halten konnte. Vielleicht weiß ich was es war, aber wieso überfällt es mich nicht?
Ich habe keine Ahnung was ich hier tue, auch wenn ich meinen Freunden versprochen hab ich würde es wissen. Ich weiß nur dass ich mich endlich entscheiden muss wohin ich mich bewege.
In einem bin ich mir sicher: Ich werde mich hier nicht hinlegen und auf den Tod warten.

Zumindest fehlen mir hier die Gedanken und Erinnerungen nicht. Sie bleiben immer bei mir.

Ich gehe dann weiter. Lausche der süßen aber gefährlichen Stimme der Einöde.. und versuche einfach das zu machen was ich schon immer tat:

Ich mache meinen Weg.