Stille Erinnerung

Der Tannenwald pflegt eine ruhige Nacht.
Hier ist nichts, nur die Sterne leuchten am Himmel. Der Wald umgibt mich mit Dunkelheit, aber der Vollmond scheint von oben für genug Licht in der Nacht.

Diese Nacht erinnert mich an lang vergangene Zeiten. An Zeiten wo ich noch von Fantasie schwärmte. Wo ich glaubte, die Bäume seien Riesen, die nur Nachts wandern, aber zum Morgengrauen wieder auf der alten Stelle stehen.
Damals als ich noch mit meinem Vater zusammen lebte. Ich brauche nur in den Himmel zu sehen um mich daran zu erinnern, welche Reisen wir damals antraten.

Ich war damals noch sehr jung. Es sind manche meine aller ersten Gedanken.
Immer wenn ich mich daran erinnere, und dieses Gefühl spüre wie der warme Wind durch mein Fell fegt, fühle ich einerseits Trauer, andererseits wie neugeboren. Nur dass diese Wiedergeburt immer wieder mit der Trauer verbunden wird, die ich aus meinem Leben nicht entfernen kann. Sie ist immer da, und sie wird nicht vergehen.
Wie eine Erinnerung so demotivierend und motivierend zugleich sein kann, ist mir ein Rätsel. Aber es stimmt, ich werde motiviert.

Ich genieße den Rest dieser Nacht, schwelge weiter in meinen Erinnerungen.
Eine schöne, und traurige Nacht zugleich.

Ein Held muss nicht über gut und böse nachdenken. Ein Held tut das Gute weil er überzeugt davon ist.

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