Archiv der Kategorie: Gedenken

Der letzte Laut

Ich befinde mich in einer kalten, aber ebenen Umgebung. Ich kann in der Nähe die Eisplatten durch das Wasser fließen hören.
Vor mir befinden sich zwei große Felsbrocken.
Einen Blick gehoben, sehe ich eine weiße Schneedecke über das Land verteilt. Ich senke wieder meinen Kopf und arbeite weiter.
Hier ist es ruhig, ruhig genug um deinen eigenen Herzschlag zu hören.
Ich weiß noch nicht wohin ich will, mir missfällt der Gedanke auch nur einen Schritt weiter zu gehen.

Weiter ohne ihn.

Er, der mir am meisten in meinem Leben was bedeutete. Derjenige der mich mein Leben lang begleitet hat.
Jener, der mir viel Freude in meinem Leben schenkte und ich ebenso ihm.
Er, dem ich meine lebenslange Treue und Schutz geboten habe. Derjenige, dem ich am meisten Vertrauen schenken konnte.
Jener, der mir immer Hoffnung im Leben versprach.
Er, mein bester Freund und Bruder.

Ich ziehe seinen Körper in das Loch, welches ich für ihn gegraben habe.
Ein letzter Blick hinein…
„Machs gut, mein Freund…
Auf dass man sich bald wiederfinden wird, Timon…“

Den Kopf gehoben, heul ich auf.

Schweren Glaubens fülle ich das Loch wieder mit Erde aus.
Ich lege mich neben sein Grab.
Ich bin noch nicht bereit zu gehen.
Ich warte hier…

Dieser Beitrag ist Timon gewidmet, der am 4. Juni 2014 um 13:45 Uhr verstarb.
Er war mein treuer Hund seit ich sieben Jahre alt war. Er ist friedlich in meinen Armen eingeschlafen.
Für immer in Gedanken, bei deinem jetztigen wie auch alten Rudel, deinen Freunden und bei mir.
Ich liebe dich. Ich werde dich niemals vergessen.

Wir werden uns im Paradies wieder sehen.

Advertisements

Das Leben, nach deinem Tod

Ich befinde mich hoch oben auf einem Gipfel. Ich schaue hinab wie sich die Wolken unter mir bewegen. Wie die Welt sich bewegt und lebt.
So sieht unsere Welt aus. Und sie hat wohl noch viel mehr zu bieten. Das Leben geht weiter. Aber sich vorzustellen, dass es das für andere nicht tut?

Es ist jemand gestorben. Er war nicht mein Freund, aber ein Freund meiner Freunde. Und ein guter Bekannter, meinerseits.
Ich versuche zu helfen wo ich nur kann. Ich beschäftige mich mit der Trauer jener die sie umgibt. Niemand hatte das gewollt.
Nun schaue ich herab. Betrachte diese Welt von einem Blickpunkt wie ich ihn nie gesehen hatte. Und ich frage mich, wie es für ihn wohl weiter ginge. Wieso hat er diese Welt verlassen?

Diese Welt ist wunderschön. Ich weiß nicht ob er das genauso sah. Aber wenn man abseits des Lebens schaut, abseits dessen was in dieser Welt zerstört wird, abseits jener schädlichen Lebensart, abseits dem Fakt dass sich diese Welt selbst vernichtet.. Ist das eine wunderschöne Welt. Ich hoffe, er wusste das.

Ich denke, meine Reise wird weiter gehen. Plötzlich weiß ich, dass ich noch nicht ganz fertig bin. Dass ich noch viel zu wenig gesehen habe. Ich werde weiterziehen, und den Ort verlassen auf ewig in Gedenken an den jemanden, der mich hierhin führte.

Auf dass man sich bald wiederfindet, Murdoc.

 

 

Dieser Beitrag ist Murdoc gewidmet, der am 24. Mai 2011 bei einer Nierentransplantation verstarb.
Ich kannte ihn nicht sehr gut, und doch war er jemand unvergessliches.
Für immer in Gedanken, im Bund des damaligen Wolf’s Rain Forums, und all deiner Freunde.